Kelheim, 24.09.2001 

Das Rettungszentrum Regional Kelheim wurde gegründet

Die tägliche Häufung von Katastrophennachrichten zeigt, wie notwendig ein hervorragendes Rettungswesen ist. Die fächerübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen wie Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Polizei, Notärzte und Krankenhäuser stellt jedoch eine immer neue Herausforderung dar. Zur Lösung dieser Problematik wurde mit Gründung des Rettungszentrum Regional Kelheim ein runder Tisch geschaffen, der das Erfolgskonzept des Rettungszentrum Regensburg auf regionale Ebene führt. 

Im Juni 1995 wurde in Regensburg der gemeinnützige Verein Rettungszentrum Regensburg (rzr) gegründet. Das rzr konnte in Regensburg alle an der Notfallversorgung beteiligten Organisationen und Institutionen an einem runden Tisch vereinen. Das rzr hat inzwischen von seiner Mitgliederschaft her eine Ausdehnung von der nördlichsten Oberpfalz bis ins südlichste Niederbayern erreicht und hat sich zu einer Dachorganisation für alle an der Notfallversorgung beteiligten Personen, Organisationen und Einrichtungen entwickelt. Um das Ziel einer flächendeckenden Versorgungsverbesserung z.B. durch lokales Qualitätsmanagement, lokale Lehre und Schulung zu erreichen, ist es nun unumgänglich, Sektionen auf der regionalen Ebene der Landkreise zu bilden, da Rettungsdienst, Feuerwehr und alle anderen an der Notfallversorgung beteiligten Organisationen ebenfalls auf Kreisebene organisiert sind. 

Aus diesem Grunde wurde am 24.09.2001 des Rettungszentrum Regional Kelheim gegründet. Landrat Dr. Faltermeier begrüßte den 1. Vorsitzenden des Rettungszentrums Regensburg Prof. Dr. Michael Nerlich. Dieser stellte in seiner Festansprache die regionale Bedeutung des gegründeten Regionalverbandes in Kombination mit dem überregionalen Dachverband dar. Leitender Notarzt Edward Antczak zeigte am Beispiel der Wasserrettung die Vielzahl der bei einem derartigen Notfall im Landkreis Kelheim zusammenwirkenden Organisationen und die Notwendigkeit eines fächerübergreifenden Regionalverbandes auf. Ferner stellte der neu bestellte Regionalvorstand seinen Exekutivrat vor und informierte über Aufgaben des Regionalzentrums und geplante Aktionen. Als Kernpunkte seien hier Bildung eines "runden Tisch", an dem möglichst alle örtlichen Einrichtungen, die in der Notfallrettung und -Versorgung tätig sind, vertreten sind, Organisation von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, Qualitätsmanagement, Nachbearbeitung von Großschadensereignissen und Öffentlichkeitsarbeit zu nennen.